CCBW Herbstausfahrt nach Hohegeiß in den Harz vom 12.9. – 20.9.2020

Michael berichtet:

Obwohl die offizielle Ausfahrt erst am Samstag den 12.9. begann, waren die meisten CCBWler schon am Freitag und sogar früher am Reisemobilplatz „Am Bärenbache“ in Hohegeiß eingetroffen. Selbstverständlich hat unser 1. Vorsitzender Klaus die uns zugewiesene Stellplatzebene deutlich als CCBW-Area markiert und mit dem Concorde-CCBW- Wimpel das Terrain für uns abgesteckt. Die Organisatoren Rainer und Sybille waren schon lange vor uns dort und haben alle Vorbereitungen mit Harry und Tina, den Camping-Platz Betreibern, klargemacht, was so Glamper wie wir während einer schönen Ausfahrt benötigen. Erst einmal ein paar Wort zum Platz: Der Platz selbst liegt talwärts gelegen am Rande von Hohegeiß. Ein sehr schön gelegener und auf mehrere Ebenen aufgeteilter Reisemobilplatz, mit großzügigen Parzellen, Stromanschlüssen und befestigten Böden, teilweise mit Gras. Die unterste Ebene, und es ging auf der Straße mit 20%iger Steigung nach unten bzw. oben, beherbergte eine Gastwirtschaft, ein Freibad mit 50m Bahn, einen kleinen Weiher und Kinderspielplätze. Corona bedingt waren allerdings Schwimmbad, Gaststätte und die anderen „Treffpunkte“ geschlossen. Was aber der Ausfahrt keinerlei Abbruch tat. Lediglich ein paar Stehtische haben wir der Gaststätte entliehen, die wir für die Gemütlichkeit auf unsere Stellplatzebene brachten. Nach einem schönen „Ankommenstag“ am Freitag, an dem auch die vorläufig letzten CCBWler eingetroffen waren, ging es ja dann auch schon mit dem offiziellen Teil der Ausfahrt los! Samstag, 12.9.2020 Die freie Verfügung am Samstag tat gut, denn das Wetter war einfach herrlich. Die letzten krochen gerade zum Frühstück, da kamen die ersten schon von einem Ausflug zurück (Klaus, Angela und Dieter – die sportlichen Radfahrer und Wanderer). Der geplante Beginn wurde dann wetterbedingt von 17:00 Uhr auf 16:00 Uhr vorgezogen. Dadurch kamen Lore und Robert bis auf wenige Minuten just in Time. Also – alles gut. Rainer begann den offiziellen Teil mit der Vorstellung des Programms für die nächsten Tage. Anschließend stellten sich Tina und Harry vor und erklärten die Platz- und Abstandsregeln, z.B. wie man die Brötchen bestellt und abholt, die Duschen und Toiletten benutzt, etc. . Erster Programmpunkt: Abendessen im Hotel Müller. Natürlich Treffen mit Maske und vor allem im neuen CCBW-Outfit waren Pflicht. Das Essen hatten wir ja bereits vorbestellt und so konnten wir, verteilt auf mehrere Tische, einschließlich auch Tische im Außenbereich, schon bald alle gemeinsam(!) mit dem Essen beginnen. Natürlich gab es eine Ansprache des 1. Vorsitzenden, die uns die kleine Wartezeit überbrücken ließ. Die Getränke zapfte ein kleiner Junge, der zwar kaum an den Zapfhahn heranreichte, aber die Theke wie ein Profi beherrschte. Wer nun für den Rückweg nicht vorgesorgt hatte, musste in Bewegung bleiben, denn kaum war die Sonne verschwunden, fiel unangenehme Kälte ins Tal. Und so war die Ausdauer beim gemeinsamen Zusammensitzen relativ kurz und alle zogen sich dann auch in ihre warmen Mobilheime zurück. Sonntag, 13.9.20 Ein Tag zur freien Verfügung, der u.a. für eine Rennradrunde, für Steinpilzsammeln, und weitere Aktivitäten genutzt wurde. Insbesondere wurde die Zeit für Einkäufe, Housekeeping und Wasserversorgung genutzt. Für ein paar mutige CCBWler gab es dann auch zum Abendessen Steinpilze, lecker zubereitet von Gabi und Klaus. Anschließend wieder gemütliches Beisammensein und die wiederholte Vorstellung des Wochenplanes. Es hatte sich doch gezeigt, dass die meisten den Plan nicht im Kopf hatten, und so wurden Abfragen eingeführt, damit sich keiner traute, den Plan zu vergessen ��. Montag, 14.9.20 Heute standen die Programmpunkte Besuch der Rappbodetalsperre mit der längsten Seilhängebrücke der Welt, eine Köhlerei und Pullman-City auf der Tagesordnung. Also ab zum Bus am Morgen, die einen stets die ersten an der Bushaltestelle, die anderen stets die letzten, die sich bei der Truppe einfanden. Nichtsdestotrotz alle an Board des Charterbusses und ab zur Talsperre. Dabei hatte die Fahrt schöne Sehenswürdigkeiten zu bieten, den Wurmberg neben dem Brocken, kleine (Holz-)Dörfer, Braunlage und viel Landschaft. Allerdings nahm man auch deutlich die Arbeiten des Borkenkäfers und die Folgen der trockenen Jahre war: Ganze Wälder ohne ein grünes Blatt bzw. eine grüne Nadel. An der Station zur Talsperre angekommen, ging es zu Fuß weiter zur Hängebrücke, wo wir Tickets lösten und uns auf den wackeligen Überweg machten. Eine wunderbare Aussicht machte den Ticketpreis allemal wett! Ein super Sonnenschein begleitete die Mutigen und der und andere musste dann schon mal zur 50+ Sonnencreme greifen (oder 60+?). Der nette Busfahrer empfing uns dann auch schon auf der anderen Seite und brachte und uns dorthin, wo schon “Das kalte Herz” von Wlhelm Hauff inszeniert wurde: In der Köhlerei (ok zugegeben, das war im Schwarzwald, ist aber die gleiche Geschichte). Wir lernten wirklich interessante Dinge über die Herstellung von Holzkohle, die geschichtliche Entwicklung dazu und zu was man die gute Holzkohle noch benutzen kann: Schnaps, Seife, Tabletten und vieles mehr. Viele gerieten beim benachbarten Schreiner ins Schwärmen, der u.a. Gartenschaukeln aus Massivholz anbot, in die sich der eine oder andere CCBWler verliebte (natürlich zusammen mit seinem jeweiligen Partner). Im Tipi-gleichen Bau des Restaurants wurden wir mit leckerem Essen vom großen Schwenkgrill verwöhnt. Gesättigt und zufrieden machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zu Pullman-City. Pullman-City, die Cowboy-Stadt, beeindruckte durch die authentischen Nachbauten alter Häuser aus amerikanischen Western-Städten. Vielen hatte es das Gefängnis angetan und der Blick durch die Gitter (oder kamen da Erinnerungen auf?). So manch einer ließ es sich nicht nehmen, eine gesichtsverstellende Corona-Maske zu erwerben, um damit dann friedlich shoppende CCBWler zu erschrecken. Nach mehreren “Great Wild West Shows”, die Indianer-Vertreibungen und sonstige alltägliche Vorkommnisse in so einer Western- und Goldgräberstadt zeigten, folgte ein Rundgang durch das großzügige Gelände von Pullman-City, auf dem weitere Attraktionen und Ausstellungen zu finden waren. Ganz authentisch waren das heiße Wetter und der geballte Staub, der einen gleich ins echte Western-Leben eines Cowboys versetzte. Der Bus setzte uns dann nach einer ebenfalls schönen Rückfahrt durch den Harz nahezu direkt am Campingplatz ab. Der lange Tag forderte seinen Tribut und so gab es nur ein kurzes Beisammensein für die ganz Harten, die noch kurz der Kälte trotzten. Dienstag, 15.9.20 Heute stand eine Wanderung ins Grenzgebiet an. Also gleich morgens in die Wanderstiefel, Rucksack gepackt und ab mit unserem Guide Tina zu Fuß vom Stellplatz los in Richtung ehemaliger DDR-Grenze. Beeindruckend war sie schon, die parallel zur Grenze verlaufende Betonspur, auf der die ehemaligen DDR-Grenzer patrouillierten. Allerdings waren mittlerweile ganze Wälder nachgewachsen und ließen nur erahnen, wie es ausgesehen haben muss, als alles gerodet war, damit man mögliche Flüchtende weithin sehen konnte. Der Grenzimbiß direkt an der Grenze ist weltbekannt, kam uns allerdings nicht wirklich einladend vor und so passierten wir und machten uns auf den schönen Weg hoch zum Grenzmuseum, an die Stelle, an der früher die diplomatischen Austausche von Gefangenen (Agenten) stattfanden. Während Klaus mittlerweile ein nahezu volle Tasche mit Steinpilzen bei sich trug, trafen wir am vereinbarten Punkt Harry mit frischen Getränken und belegten Brötchen. Super lecker, insbesondere nach dem länglichen Spaziergang. Das nächste Highlight folgte: Eine Fahrt mit der HSB (Harzer Schmalspur Bahn). Wir erreichten den kleinen Bahnsteig im Ort Sorge zu Fuß und fuhren bis Benneckenstein, die Stadt des Ehrenbürgers Max Schmeling. Wirklich niedliche Wagons, natürlich eine Dampflok und jede Menge Spaß beim Fahren durch die Wälder. Jetzt konnte man auch verstehen, warum so mancher mit seinen Kindern zum jährlichen Gast in dieser Gegend wurde, nämlich nur um tagelang mit der HSB zu fahren. Während sich ein Teil mit dem öffentlichen Bus auf den Weg zurück nach Hohegeiß machte, begaben sich die Verbliebenen nach einer Stärkung im Café auf den Fußmarsch zurück. Auch diese Wanderung führte durch den schönen Harz und belohnte mit dem Aussichtpunkt, von dem man den Wurmberg und den Brocken gleichermaßen nebeneinander sehen konnte. Nachmittags kam dann das Power-Duo Siggi und Hanne mit ihrem Reisemobile Am Bärenbache an und stellten mal gschwind das WoMo ab. Der Mann (also Bernd) kam direkt aus dem Allgäu-Männertreff später auch noch dazu. Also alle komplett. Unsere neuen Mitglieder Beate und Wolfgang hatten sich an diesem Abend vorgenommen, uns alle mit einer echten Thüringer vom Grill zu verwöhnen. Diese war ja dann auch superlecker – und es wurde beschlossen, den Einstand an- und die Beiden in den Verein aufzunehmen. Mittwoch, 16.9.20 Ein Tag zur freien Verfügung: Den Einen trieb es mit dem Rad auf den Brocken, Robert und Lore machten die Tour auf Brocken im Smart. Eine abenteuerliche Fahrradtour absolvierten Brigitte und Peter, Gretl und Detlev, die, mit super Mountain-E-Bikes ausgestattet, wohl den einen oder anderen Weg verpassten und Offroad im sogenannten Rough unterwegs wahren. Danach mussten erstmal alle in die Dusche, selbst die Bikes! Andere machten wieder Housekeeping, genossen das super Wetter und die Ruhe im Tal. Abends gab es dann wieder ein gemütliches Beisammensein, Fachsimpeleien und natürlich die liebgewonnene Planbesprechung. Donnerstag, 17.9.20 Heute stand die Fahrt nach Wernigerode auf dem Programm. Also morgens in den öffentlichen Bus, vorbei an Braunlage und eingetaucht in das schnuckelige kleine Städtchen Wernigerode. Die kleine Innenstadt mit all ihren traditionellen Holzbauten lud zu Kaffee und Kuchen ein, zum ausgiebigen Shopping und Bummeln. Ein Riesenrad am Ende der Einkaufsstraße ermöglichte den Mitfahrenden einen wunderbaren Ausblick über die Stadt hinaus in den Harz. Die Sonne ließ sich nicht lumpen und strahlte den ganzen Tag mit sommerlicher Wärme. Am späten Abend, oder eher schon in der Nacht, fanden sich Regina und Andreas Am Bärenbache ein und vervollständigten die CCBW Herbstausfahrt- Teilnehmer. Freitag, 18.9.20 Wir, Detlev muss leider wg. Magenproblemen passen, fuhren mit dem öffentlichen Bus nach Braunlage an den Fuß des Wurmberges. Hier teilte die Gruppe sich in unterschiedliche Teams: Das Gondel-Team, das Bergsteiger-Team und das Monster-Roller-Team. Letzteres konnte nicht widerstehen, den Wurmberg mit der Gondel hochzufahren, um dann mit geliehenen Monster-Rollern den Wurmberg hinab zu rasen. Oben bot der Wurmberg eine wunderbare Aussicht und war nach einhelliger Meinung der attraktivere Berg zwischen Wurmberg und Brocken. Nach dem Abstieg, der entweder mit Gondel, Roller oder zu Fuß erfolgte, belohnte man die Anstrengung mit einer Einkehr. Vom zentralen Omnibusbahnhof ging es dann zurück zum Campingplatz. Eine Dusche gegen den Staub und dann ein schönes Glas Wein in der Runde schlossen diesen schönen Tag ab. Samstag, 19.9.20 Auch ein Tag zur freien Verfügung kann seine Tücken haben: Beate knickte mit dem Fuß um und war anschließend nur noch eingeschränkt mobil; ein heißer Shopping-Tipp lockten Gabi, Klaus, Detlev und Gretl nach Bad Lauterberg. Das erfolgreiche (Schnäppchen-)Jagen wurde dann abends ordentlich gefeiert. Und so manches Reisemobil wurde zum mobilen Laufsteg für unsere Schönen. Leider mussten uns Lore und Robert (und Schnecke) am Nachmittag verlassen und nahmen nicht am Abschiedsessen in Hohegeiß teil. Das Essen fand im bekannten Hotel statt und bot neben dem guten Essen auch das traditionelle dunkle Harzer Bier an. Gesättigt begaben wir uns auf den Rückweg, um anschließend noch in der Runde zu stehen und einen letzten Absacker mit Getränken der Extraklasse wie Becherovka, Grappa und Whiskey zu genießen. Sonntag, 20.9.20 Für Michaels 65. Geburtstag hatten bereits Heinzelmännchen große Aufkleber mit dem neuen Alter am Wohnmobil angebracht (freundliche Mitgabe des Wirtes aus dem Hotel, dessen Theke wohl zufällig zu einem gleichen Anlass mit diesen Schildern behangen war), bevor Farangis und Michael in diesen Geburtstag starteten. Der bereits in der Nacht begonnene Gratulationsreigen setzte sich über den gesamten Sonntag fort, und so rückten alle CCBWler mit Tischen und Stühlen vorm WoMo von Michael und Farangis zusammen und begannen die wunderschöne Geburtstagsfeier, beginnend mit Sektfrühstück, über Mittag bis hin zum Abendessen und darüber hinaus. Michaels Tochter Melina war mit Sack und Pack zu diesem Anlass aus Aachen gekommen und brachte neben einem Hund auch ein Tablett Zwetschgenkuchen mit, den alle zu Kaffee und anderen Getränken genossen. Die Sonne schien mit einer extra Portion Wärme, sodass kurzerhand sogar Bernds WoMo als Schattenspender herhalten musste. Zum Abend wurden die Grills in Stellung gebracht und leckeres Fleisch gegrillt, die vielen angerichteten Salate gegessen, guter Wein getrunken und ordentlich gefeiert. Für Michael gab es zu den vielen Geburtstagsgrüßen noch liebe Geschenke, sogar einen literarischen Vortrag der Schwestern Siggi und Hanne, bei dem wir alle herzlich lachen konnten. Und so fand mit diesem wunderbaren Tag die CCBW Herbstausfahrt 2020 ihren abschließenden Höhepunkt. Vielen Dank an die Organisatoren Sybille und Rainer. Das habt ihr super hinbekommen! - Michael
Concorde-Club Baden Württemberg - Stand 16.12.2019
Concorde-Club Baden Württemberg e.V. Archiv

Harz im Herbst…

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